Ein Marktführer der Prozessfinanzierung grosser gewerblicher Rechtsstreitigkeiten

Beurteilung

Die grundlegenden Merkmale eines zur Finanzierung geeigneten Verfahrens sind:

  • Die Klage hat gute Erfolgsaussichten, die Gegenpartei ist zahlungsfähig und
  • der Streitwert entspricht einem ausreichenden Vielfachen der zu erwartenden Kosten. Im Regelfall sollte der Streitwert mindestens sechsmal so hoch liegen wie die gesamten Kosten, die für das Durchsetzen des Anspruchs vor Gericht zu erwarten sind. Als Richtwert dabei gilt, dass die Anspruchshöhe mindestens 8-10 Mio. Euro betragen muss. Höchstgrenzen hinsichtlich der Kosten oder der Höhe des Schadenersatzes gibt es nicht.

Etwas präziser gefasst wird jeder zur Finanzierung in Frage kommende Fall anhand einer Vielzahl von Faktoren beurteilt. Grundsätzlich sind dies:

  • Erfolgsaussichten – Wo liegen die Stärken und Schwächen der juristischen Argumente und der verwendeten Beweismittel?
  • Anspruchshöhe – Wie hoch ist der wahrscheinliche Schadenersatz im Falle des Erfolgs vor Gericht oder bei einem Vergleich?
  • Eintreibbarkeit – Ist der Verfahrensgegner zahlungsfähig?
  • Zeit – Wie lang wird es dauern, bis – unter Berücksichtigung einer möglichen Berufung – eine endgültige Entscheidung vorliegt?
  • Kosten – Wie hoch werden die Kosten des Anspruchstellers sein? Wie hoch ist das Risiko, dass die geschätzten Kosten überstiegen werden? Wie wird mit dem Risiko höherer Kosten umgegangen?
  • Variabilität – Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei einem der vorstehenden Faktoren Änderungen ergeben?

Grundsätzlich arbeiten wir mit allen zur Verfügung stehenden Unterlagen. Um das Risiko richtig einschätzen zu können, möchten wir vor einer Entscheidung im Idealfall die folgenden Unterlagen einsehen und auswerten:

  • die maßgeblichen Dokumente (Verträge, Korrespondenz etc.), auf denen das Verfahren beruht
  • alle zur Verfügung stehenden Beweismittel
  • alle eingereichten Prozessunterlagen
  • ein Rechtsgutachten, das die Erfolgsaussichten positiv bewertet
  • eine schriftliche, rechtlich stimmige Begründung für die Höhe der Forderung
  • eine schriftliche Schätzung der Kosten, die für das Durchsetzen des Anspruchs anfallen werden.

Dabei ist uns bewusst, dass in Abhängigkeit vom Stadium der Vorbereitung eines Verfahrens einige dieser Unterlagen möglicherweise zunächst nicht verfügbar sind.